01.12.2017, von Matthias Krümpel

Einsatzübung der Bergungsgruppen

Der letzte reguläre Dienst des Technischen Zuges in diesem Jahr hielt für die Bergungsgruppen noch eine kleine Überraschung bereit. Nach einem eher schleppenden Dienstbeginn und der Aussicht die Unterkunft zu putzen erfolgte nach dem Abendessen überraschend ein Einsatzauftrag für die Bergungsgruppen, denn Matthias Krümpel hatte für die Helfer der Bergungsgruppen eine kleine Einsatzübung geplant.

Der Einsatzauftrag beorderte die erste und zweite Bergungsgruppe des Ortsverbandes in den Schürenbrink nahe Westkirchen um Vermisste in einer teileingestürzten Scheune zu retten, für die Anfahrt waren die Sonderrechte freigegeben worden. Schnell wurden die Fahrzeuge bemannt und strebten dem Einsatzort Nahe Westkirchen zu. Für die zweite Bergungsgruppe war es die erste Fahrt mit Sonderrechten mit ihrem neuen MLW (Mannschaftslastwagen). Vor Ort angekommen bot sich den Helfer ein realistisches Schadensbild einer teilweise eingestürzten Scheune, da es sich um einen realen Sturmschaden handelte, welcher für Übungszwecke durch Bernd Knepper zur Verfügung gestellt wurde.

Zu den ersten Aufgaben gehörte der Aufbau von Beleuchtung und die Erkundung des Areals um die Scheune herum. Nach Aufbau der Beleuchtung wurde durch die erste Bergungsgruppe der Trümmerkegel teilweise beiseite geräumt, um einen Wanddurchbruch durchführen zu können. In der Zwischenzeit hatte die zweite Bergungsgruppe damit begonnen den Dachstuhl der Scheune zu erkunden. Hierbei wurde eine der insgesamt drei vermissten Personen entdeckt und mit der Rettung begonnen. Um die Person aus dem Dachstuhl sicher hinab zu befördern wurde eine "Schiefe Ebene" errichtet und die Person über diese Ebene herabgelassen.

Die erste Bergungsgruppe blieb während dieser Zeit nicht untätig und vollendete den Wanddurchbruch. Über den Wanddurchbruch drangen die Helfer in das Erdgeschoss der Scheune vor und konnten eine weitere Person lokalisieren. Wegen der Enge des Raumes wurde die Person mittels eines Bergetuches aus der Scheune herausbefördert. Die weitere Erkundung im rückwärtigen Bereich der Scheune führte zum Auffinden der letzten vermissten Person, welche unter einem Anhänger Schutz gesucht hatte und nur leicht verletzt war.

Nach Rückbau und Verlasten der Gerätschaften wurde Bernd Knepper für die Bereitstellung der Übungsmöglichkeit gedankt und anschließend die Rückfahrt nach Oelde angetreten.


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