26.10.2013, von Matthias Krümpel

Übung auf THW Übungsgelände

Für diesen Samstag war durch Helfer des Ortsverbandes eine Übung auf dem THW-Übungsgelände in Münster-Handorf organisiert worden. Es hatte sich eine fiktive Gasexplosion auf dem Gelände ereignet und es wurden 5 Personen in der Schadensstelle vermutet. Um 14 Uhr rückten dem Einsatzbefehl folgend die beiden Bergungsgruppen und die Fachgruppe Elektroversorgung in Richtung Münster aus.

Die Einsatzkräfte aus Oelde rückten als geschlossener Verband aus umso das Fahren in Kolonne zu üben und trafen nach 50 Minuten Fahrt am Übungsgelände ein. Nach Einweisung durch den Meldekopf wurden die Bergungsgruppen zur Schadensstelle beordert und begannen mit der Erkundung der Umgebung. Schnell wurde ersichtlich, dass der einzige Zugang in das teilangeschlagene Haus ein Kanalisationsrohr war. Also betraten zwei Helfer die Kanalisation und trafen nach 8m auf ein erstes Hindernis aus Holz, welches den Weg versperrte. Somit war die Aufgabe klar und es wurde umgehend mit der Beseitigung des Hindernisses begonnen. Mit einer Bohrmaschine und einer Säbelsäge wurde das Hindernis aus dem Weg geräumt.

Parallel hierzu wurde ein tiefer verlaufendes Rohr erkundet und dort ein Hindernis, sowie eine eingeschlossene Person gefunden. Dieses Hindernis ließ sich ohne Hilfsmittel entfernen und so konnte mit der Personenrettung begonnen werden.

Auch die mit angeforderte Fachgruppe Elektroversorgung blieb nicht untätig, denn nach kurzer Zeit fielen die Aggregate der Bergungsgruppen aus und so musste die Fachgruppe ein Stromnetz errichten. Somit war Eile geboten, denn ohne Strom war es für die Bergungsgruppe bedeutend schwerer und zeitaufwendiger ihre Aufgabe auszuführen. Zwar hat die Bergungsgruppe Benzin betriebene Maschinen an Bord und wäre somit nicht auf Strom angewiesen, aber in beengten Räumlichkeiten und Kanälen ist das Verwenden von Motorkettensägen und Elektrokettensägen wegen der Erstickungsgefahr und dem hohen Gefahrenpotetial verboten.

Nach Errichtung des Stromnetzes für die Bergungsgruppen begann die Fachgruppe in Anbetracht der unbekannten Einsatzdauer mit  dem Aufbau der Beleuchtung für die Einsatzstelle.

Während dessen hatte Trupp 1 das Holzhindernis überwunden und drang unter schlechten Sichtbedingungen, weiter durch die Kanalisation vor, um kurz darauf auf ein weiteres Hindernis zu stoßen. Diesmal waren es Wasser- und Gasrohre die das Vorankommen behinderten. Nachdem diese abgestellt waren konnte mit der Beseitigung begonnen werden und nach kurzer Zeit war der Weg in das Haus frei. Hier fand Trupp 1 im ersten Obergeschoss eine eingeklemmte Person mit gebrochenem Bein und im zweiten Obergeschoss eine weitere Person, welche in einem Schwalbennest eingeschlossen war. Schwalbennest nennt man einen Hohlraum, welcher sich beim Einsturz einer Decke oder Mauer bildet. Während die Person mit dem gebrochenen Bein Abtransportiert wurde, begann der zweite Trupp mit der Rettung der eingeschlossenen Person im zweiten Obergeschoss. Als auch diese Rettung abgeschlossen war, wurde die Suche abgeschlossen und der Rückbau eingeleitet.

Nach der Heimfahrt wurde zum Abschluss in der Unterkunft des THW in Oelde gegrillt und in geselliger Runde ließen die Helfer den Tag noch einmal Revue passieren.


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